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Pfarreiengemeinschaft Dürrbachtal  > Aktuell  > ..Pfingsten

...Christi Himmelfahrt bis Pfingsten

Samstag, 22. Mai 2010, Neunter Tag der Novene:
 

Wir sind ein Leib

Pfingstnovene
 

 

 

Schriftlesung

Aus dem 1. Brief an die Gemeinde in Korinth

Ich rede doch zu verständigen Menschen; urteilt selbst über das, was ich sage. Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot

Kor 10,15-17

Meditation

Im Orient wird Brot oft in der Form eines Ringes gebacken. So erkennen wir auf dieser Grabtafel ein Brot und zwei Fische. Wieder sind die Fische ein Bild für die Gläubigen. Sie sind durch einen Strich mit dem Brot verbunden. Das Brot meint das eucharistische Brot. Mit dieser Kraftquelle muss jeder Christ in Verbindung bleiben. Das Katakombenbild sagt aber noch mehr: der Strich, der einen Fisch mit dem Brot verbindet, geht durch das Brot hindurch zu dem anderen Fisch. Die Gläubigen sind nicht nur mit dem Brot verbunden, sondern durch das Brot hindurch auch untereinander.

Wenn dieses kleine Bild so zu einem Symbol für die Kirche in der eucharistischen Gemeinschaft wird, erfahren wir umso schmerzlicher die Zerspaltenheit der Christen, ihre Trennung am Tisch den Herrn. Das ist mir bei meinen Reisen ins Baltikum besonders bewusst geworden. Litauen ist überwiegend katholisch, Estland überwiegend evangelisch; in Lettland sind beide Konfessionen zahlenmäßig etwa gleich groß. Daneben gibt es überall Orthodoxe und Freikirchler. Besonders tragisch ist die Situation der Orthodoxen in Estland, die in zwei verschiedene Jurisdiktionen gespalten sind. Beten wir zum Heiligen Geist, das die Christen dort und überall zu ökumenischer Zusammenarbeit und eines Tages auch zur vollen sakramentalen Gemeinschaft finden.

Die Gemeinschaft, die uns durch die Eucharistie untereinander verbindet, bekennen wir beim Empfang der heiligen Kommunion. Wenn wir auf den Spendeformel mit „Amen“ antworten, meint das nicht nur: Ich glaube, dass dies der Leib Christi ist. Es bedeutet auch: Ja, durch die Eucharistie wird der Leib Christi auferbaut. Dazu will ich meinen Teil beitragen.

Gebet aus der Zwölf-Apostel-Lehre (Didache)

Himmlischer Vater! Wie dieses auseinander gebrochene Brot einstens in den Weizenkörnern über die Berge hin zerstreut war und zusammengebracht zum einheitlichen Ganzen wurde, so möge Deine Kirche von den Enden der Erde zusammengebracht werden zu Deinem Reich, denn Dein ist die Herrlichkeit und die Macht durch Jesus Christus in alle Ewigkeit. Amen.

Vermutlich in Syrien, 1./2. Jahrhundert