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Pfarreiengemeinschaft Dürrbachtal  > Aktuell  > ..Karwoche-Ostern

Karwoche und Ostern im Dürrbachtal 2011

 

Neuerungen im Dürrbachtal zu Ostern

 

Liebe Mitchristen!

Wie zuletzt an Weihnachten, so wird es nun auch an Ostern eine Neuerung in Bezug auf die Feiern des Hochfestes geben. Diese Änderungen sind naturgemäß auch mit Einschränkungen verbunden, wenn man auf bisherige Gottesdienstordnungen schaut. Warum nun wieder diese Änderung? Diese Frage taucht sicher auf!

Dazu möchte ich Ihnen einiges sagen:

Wir machen oft die Erfahrung, dass es von Jahr zu Jahr schwieriger wird, einen Priester als Aushilfe zu bekommen. Leider sind auch viele engagierte Mitarbeiter an den Hochfesten nicht mehr da, da sie - berechtigterweise - einmal in Urlaub fahren. So fehlen mitunter Lektoren, auch Ministranten. Es ist dann auch nicht einfach, die besonders gestalteten Feiern um Ostern noch schön und würdig zu feiern.

Dazu kommt, dass auch nicht immer die Absprachen mit den Aushilfspriestern so gut geklappt haben. So tauchte bei einem engagierten Gemeindemitglied die Reaktion auf: „Dann lieber gar nicht feiern als so. Das ist doch nicht mehr feierlich!“

Auch in den Gremien unserer Pfarreien haben wir uns ausführlich im vergangenen Jahr darüber unterhalten. Der Prozess kam nun zu einem Abschluss, der nun folgende Lösung vorsieht:

Wir feiern das Triduum paschale (Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht) nur noch in zwei Kirchen im Dürrbachtal. Unterdürrbach und Oberdürrbach feiern es gemeinsam dieses Jahr in Oberdürrbach zusammen mit mir. Heilig-Geist feiert es mit Prof. Stuflesser.

Vielleicht fragen Sie: Warum denn das?

1.In der Entwicklung der Liturgie wurde nach der Konstantinischen Wende aus dem einen nächtlichen Gottesdienst an Ostern eine entfaltete Feier über drei Tage hinweg, an denen man entsprechend der Zeitangaben in den Passionsberichten die einzelnen Inhalte betont hat:

- An Gründonnerstag die Einsetzung der hl. Eucharistie als Erinnerungsmahl an Tod und Auferstehung Jesu mit den Gebetsstunden, die an den Aufruf Jesu, mit ihm in der Todesangst zu wachen, erinnern,

- die Liturgie des Karfreitags zu Sterbestunde Jesu und

- in der Osternacht die Freude über die Auferstehung des Herrn.

2.Diese Feiern sind nicht in sich getrennte Gottesdienste, sondern eine einzige gottesdienstliche Feier. Dies wird dadurch deutlich, dass der Gründonnerstag mit einer Eröffnung beginnt wie wir sie von jedem Sonntagsgottesdienst gewohnt sind. Aber es fehlt der Schlusssegen. Dieser erfolgt auch nicht am Karfreitag, sondern erst am Ende der Osternachtfeier. Die Liturgie am Karfreitag und in der Osternacht beginnen wir auch nicht mit dem Kreuzzeichen. So deutet die Liturgie an, dass wir über diese drei Tage eine einzige gottesdienstliche Feier begehen. Deshalb soll diese Feier auch in ein und derselben Kirche mit demselben Vorsteher gefeiert werden. Alles andere würde diese Einheit der Feier verwischen.

3.Dieses Jahr findet die Feier in Oberdürrbach statt. Dies hat zunächst einen praktischen Grund: Wenn wir alle Gemeindemitglieder aus Unterdürrbach und Oberdürrbach einladen, dann soll durch die Wahl der größeren Kirche signalisiert sein: Es sind auch tatsächlich alle erwünscht. Es ist genug Platz für jede/n Interessierte/n vorhanden! Angedacht ist aber, dass wir diese Feiern in einem jährlichen Wechsel in Oberdürrbach und Unterdürrbach feiern.

4.Wir wollen außerdem einen Fahrdienst einrichten, der ältere Gottesdienstbesucher auch zu den Gottesdiensten bringt. Denn nicht immer fahren die Busse so, dass man zeitnah zum Gottesdienst kommt oder nach Hause. Bitte melden Sie sich im Pfarrbüro, wenn Sie den Fahrdienst benötigen!

5.Die Feier des Triduum paschale (Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht) wird gemeinsam gefeiert. Das wird sich auch durch die Mitwirkung unserer Engagierten zeigen: Lektoren, Kommunionhelfer und auch Ministranten aus beiden Gemeinden wirken mit. Ich freue mich, dass auch unser Chor Ton-Art die Feiern in Oberdürrbach mitgestaltet.

Ich weiß, dass auch diese Änderung ein Weg ist, der wohl einige schmerzen wird. Ich habe jedoch die Hoffnung, dass die gemeinsame Feier auch einen Gewinn bringt. Wir können dieses größte Fest des Jahres in einer gefüllten Kirche mit vielen Mitwirkenden noch schöner feiern und unsere Gemeinschaft deutlicher spüren.

So bitte ich Sie alle: Lassen Sie sich auf diesen Weg in unserem Tal ein!

Ihr dankbarer Pfarrer H. Rügamer