Vierter Sonntag in der Fastenzeit14. 03. 2010
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| © Walter Bötsch |
| Kirche St. Josef Oberdürrbach in der Fastenzeit |
Evangelium Lk 15,1-3.11-32
Alle Zöllner und Sünder kamen zu ihm, um ihn zu hören. Die Pharisäer und
die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit
Sündern ab und ißt sogar mit ihnen. Da erzählte er ihnen ein Gleichnis
und sagte: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu
seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der
Vater das Vermögen auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn
alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses
Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht
hatte, kam eine große Hungersnot über das Land, und es ging ihm sehr
schlecht. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm
auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen
Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber
niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele
Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme
hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu
ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich
versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu
einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der
Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er
lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küßte ihn. Da sagte
der Sohn : Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich
versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber
sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm
an, steckt ihm einen Ring an die Hand und zieht ihm Schuhe an. Bringt
das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein.
Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist
wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern.
Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in
die Nähe des Hauses kam hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der
Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete: Dein
Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen,
weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und
wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut
zu. doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und
nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch
nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest
feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein
Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb
geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei
mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber jetzt müssen wir uns
doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt
wieder, er war verloren und ist wiedergefunden worden. (Lk 15,1-3.11-32)
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