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Eine wunderbare Tradition

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt Sternsinger – Jugendliche aus Greßthal vertreten Bistum Würzburg

Berlin/Würzburg/Greßthal (POW) Sternträgerin Miriam Fella (14), König Melchior Mia Vierengel (16), König Kaspar Marcel Sommer (14) und König Balthasar Jannik Nöth (14) sowie Begleiterin Monika Schmitt aus der Pfarrei Sankt Bartholomäus in Greßthal im Landkreis Schweinfurt haben das Bistum Würzburg am Montag, 4. Januar, im Bundeskanzleramt in Berlin beim traditionellen Sternsinger-Empfang der Bundeskanzlerin zur 52. Aktion Dreikönigssingen vertreten. „Ihr seid so viele, und das gibt euch Kraft“, ermunterte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Sternsinger, weiterhin so engagiert für die gute Sache einzutreten.

Sich selbst und auch die gesamte Bundesregierung wollte die Regierungschefin dabei jedoch nicht aus der Verantwortung nehmen. „Die Sternsingerbewegung ist eine wunderbare Tradition“, sagte die Kanzlerin den insgesamt 108 Sternsingern beim Empfang im Bundeskanzleramt, und den Einsatz der bundesweit 500.000 kleinen Könige für Not leidende Kinder in aller Welt wolle sie gerne unterstützen. Zum ersten Termin im neuen Jahr vertraten traditionell je vier Sternsinger aus allen 27 deutschen Diözesen die halbe Million Mädchen und Jungen, die sich in diesen Tagen bundesweit an der Aktion Dreikönigssingen beteiligt. Nicht vergessen wollte Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem Lob die zahlreichen Jugendlichen und Erwachsenen, die sich rund um das Dreikönigssingen engagieren. Ausdrücklich dankte sie den gut 80.000 Betreuerinnen und Betreuern, die die Gruppe vorbereiten und bei der Aktion begleiten. Ihnen und den Sternsingern wünschte die Kanzlerin, dass sie während der Aktion auf viele „Menschen mit offenen Herzen und der Bereitschaft, anderen zu helfen“ treffen mögen.

Die Sternsinger waren heuer zum 27. Mal im Bundeskanzleramt zu Gast. Gemeinsam mit Monsignore Winfried Pilz, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, und Pfarrer Simon Rapp, Bundespräses des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), stellten die Kinder der Kanzlerin auch das Thema der laufenden Aktion vor. Sternsinger aus Berlin rückten das Leitwort „Kinder finden neue Wege“ in den Mittelpunkt eines kurzen Anspiels. Die vier Jugendlichen durften der Bundeskanzlerin anschließend auch einen eigens zur Aktion entworfenen, orangefarbenen Schnürsenkel überreichen. Er möge wie ein Knoten im Taschentuch wirken, zur Erinnerung, sich für Not leidende Kinder in aller Welt einzusetzen.

„Eins das sind wir, und eins das sind die Kinder in der einen Welt, und beides gehört zusammen“, griff Monsignore Pilz den „Schnürsenkelgedanken“ in seinem Grußwort auf. Der Hintergrund: zum Zeichen der Solidarität mit den Kindern in den ärmeren Ländern soll jeder Sternsinger einen seiner Schuhe mit dem Aktionssenkel binden. „Komm, geh mit“, lautet der dazu passende Aufruf, der seinerseits wieder an die Wege-Thematik der Gesamtaktion anknüpft. Pilz appellierte an die Bundeskanzlerin und an alle Entscheider, „dass wir gemeinsam neue Wege finden für die Welt“.

Sternsinger aus dem Bistum Görlitz durften die Spende der Kanzlerin entgegennehmen und trugen anschließenden den Segensspruch der Sternsinger vor. Dann schrieb ein König den Segen 20*C+M+B+10 an eine Wand im Kanzleramt. Umrahmt von 16 Sternen, die die Bundesländer symbolisieren, wird der Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ dort das ganze Jahr über zu sehen sein. Für die Greßthaler blieb noch Zeit zum Händeschütteln und zum Gruppenfoto mit der Bundeskanzlerin. Die Rückfahrt nach Unterfranken stand für die Sternsingergruppe aus dem Bistum Würzburg erst am 5. Januar an, da sie als eine der wenigen das Privileg erhielt, die Kuppel des Reichstags zu besichtigen.