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Pfarreiengemeinschaft Dürrbachtal  > Gruppen

Projektgruppe: Sinus-Studie für das Dürrbachtal und ihre Auswirkungen

PGR-Wochende über die Sinus-Studie im Dürrbachtal
PGR-Wochende über die Sinus-Studie im Dürrbachtal

Leute für Projektgruppe gesucht! Vorraussetzung: min.18 Jahre und offen für alles.

Als Ergebnis des Klausurwochenendes der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen unserer Pfarreiengemeinschaft zur Kirchenmilieustudie ( siehe Sommerpfarrbrief S. 11)
soll eine Projektgruppe gegründet werden, die sich intensiv mit der Situation in unseren Pfarrgemeinden beschäftigt.
Wie „ticken“ die Menschen im Dürrbachtal? Wie und wo sind sie für Glaube, Kirche und Pfarrgemeinde ansprechbar? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Arbeit in der Pfarreiengemeinschaft?
Diese Fragen möchte die Gruppe, mit Hilfe der Kirchenmilieustudie, beantworten um neue Wege zu finden die Menschen in unserem Tal für Kirche und Glauben zu interessieren und zu begeistern.

Mit der Leitung der Projektgruppe wurde Birgit Brand, PGR- Vorsitzende in Unterdürrbach, beauftragt.

Für die Projektgruppe suchen wir noch Frauen und Männer ab 18 Jahren bis……… die gerne im Team arbeiten und offen sind nach neuen, noch unbekannten Wegen zu suchen.

Zeitlicher Rahmen:
Ca.2x monatlich ein Treffen, an einem Werktag um 20.00 Uhr für ca. 2 Std.
Dauer des Projekts: 6 Monate, bis Mai 2010. Bis dahin sollten konkrete Vorschläge ausgearbeitet sein um diese den Pfarrgemeinderäten vorzulegen.

Sie fühlen sich jetzt angesprochen und hätten Lust mitzumachen, bezeichnen sich jedoch, in Bezug zur Kirche, als „ Randfigur“ oder „ Außenstehender“?
Nur Mut, das ist kein Hindernis! Auch solche Leute brauchen wir in der Gruppe.

Das 1. Treffen findet am Die. 17.11. um 20.00 Uhr im Pfarrheim Unterdürrbach statt.
Bitte Terminkalender mitbringen!

Bei Interesse melden sie sich doch bitte bei Birgit Brand
Tel. 9 63 63 oder Mail biggi.brand@web.de

Birgit Brand


 

 

Abschlussgedanken des Arbeitskreises „Sinusstudie“ ( Informationsstand 1.10.2010)

 

Mein Fazit zur Sinusstudie

Die Milieus und ihre Eigenschaften sind, wenn ich mich im Dürrbachtal umsehe, zutreffend. Bestätigung finde ich in zwei Veranstaltungen der letzten Wochen. Zum Einen ist der große Zuspruch bei dem Infoabend „mit Herz und Hand“ sicher auf den großen Anteil der Etablierten zurück zu führen, die ihr Wissen, ihr Knowhow, ihr Können gerne weitergeben. ( näheres siehe Milieubeschreibung) Zum Anderen war die Benefizveranstaltung für den Kindergarten ein Erfolg, da das Engagement für die sozial Schwächeren gepaart mit dem nötigen Geld dem Wesen der Etablierten entspricht. ( Milieubeschr.)

Die Studie ist eine Hilfe um andere Milieus zu verstehen und kennen zu lernen. Sie lässt über den Tellerrand schauen. Sie kann in der Gemeindearbeit angewandt werden, jedoch nicht innerhalb einer Projektgruppe, sondern in den Gremien, Gruppen und Kreisen der Pfarreiengemeinschaft. Diese sollten bei ihren Überlegungen die Milieus des Dürrbachtals vor Augen haben. Es lohnt sich mit den Milieubeschreibungen zu arbeiten, man sollte jedoch auch die einzelnen Menschen vor Ort genau anschauen und hören. Also Augen und Ohren auf im Bekanntenkreis, auf der Straße oder im Bus.

Birgit Brand

Carmen Baumeister und Angelika Goj stimmten im wesentlichen dem Fazit zu.

 

Noch einige (kritische) Anmerkungen:

Die Sinusstudie entspricht meines Erachtens nur zum Teil den (methodischen) Anforderungen, die man an eine derartige Untersuchung stellen muss. Das Datenmaterial, aufgrund dessen man zu den einzelnen Kategorien von Probanden kommt, wird z. T. stark überstrapaziert, so daß (weitreichende) Schlussfolgerungen für die Pastoral keinesfalls statthaft sind; die postulierten "Gruppierungen" überlappen sich teilweise sehr stark, wirklich konkrete Maßnahmen können nach meinem Dafürhalten nicht abgeleitet werden. Das was "vor Ort" in den Gemeinden zu tun ist, kann man - wie ich meine - auch ohne eine Sinusstudie, also nur aufgrund simpler Plausibilitätserwägungen und Erfahrungen erschließen.

Einen gewissen "Vorteil" einer Sinusstudie kann ich nur darin sehen, dass die Kirchenhierarchie nun scheinbar (endlich) erkennt, daß es höchste Zeit ist - da offensichtlich die "Bude" brennt!!! - , nicht weiter von oben zu dekretieren und zu befehlen, sondern mal ein bisschen auf die "Schäfchen" und das "gemeine Kirchenvolk" zu achten und sich zu fragen, wer sind "die" und was wollen "die" eigentlich? Für eine solche Sicht "von unten" kann die Sinusstudie möglicherweise einen gewissen Beitrag leisten!

Prof. Dr. Josef A. Keller